Vereinigte Staaten von Amerika

Las Vegas:  Vom "Mormonenfort" zur "Sin City"

covercityDas Mekka der Glücksritter - Las Vegas ist längst nicht nur dank seiner vielen Spielhallen, sondern auch aufgrund seiner zahlreichen Attraktionen wie der Architektur seiner Hotels oder Nachbauten bekannter Sehenswürdigkeiten wie "Little Venice" oder dem Eifelturm. Der Name "Las Vegas" leitet sich aus dem spanischen Begriff für "Wiese" ab und wurde dem Ort dank seiner grünen Wiesen inmitten der umgebenden Wüste von Mitgliedern einer Expedition verliehen. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand an dem Ort schließlich ein Mormonenfort, mithilfe dessen die Mormonen die Missionierung der Bevölkerung zu ihrer Kirche ankurbeln wollten. Dies brachte den Mormonen jedoch nicht den erwünschten Zulauf.
Einen ersten Aufschwung erlebte der Ort mit Beginn des 20. Jahrhunderts dank dem Bau der Eisenbahn und dann schließlich einige Jahrzente später durch den Bau des Hoover Damms, durch den Las Vegas erstmals auch mit Strom versorgt werden konnte. Etwa gleichzeitig entstanden auch die ersten Casinos in Vegas, das damals schon eine Lizenz zum Bau von Glückspielhallen besaß (im Rest der USA war Glücksspiel zu dieser Zeit verboten) und dank dem Zuzug der Arbeiter am Hoover Damm und der Eisenbahn erlebte Las Vegas auch bevölkerungsmäßig einen Aufschwung. Gefördert durch den Einzug der Nellis Air Force Base wurden Mitte des 20. Jahrhunderts in den Jahren 1941 und 1946 die beiden ersten großen Casinos, "Flamingo" und "El Rancho Vegas" gegründet. Auch die ersten von heute unzähligen Casinos mit angeschlossenem Hotel wurden in dieser Zeit gebaut.
Allerdings brachten die ersten Jahre dieser Casinos der Stadt nichts Gutes. In den 60er und 70er Jahren des gleichen Jahrhunderts gewann das organisierte Verbrechen in der Stadt zunehmend die Übermacht: Es kam zu ungeklärten Todesfällen, Bestechung und Geldwäsche durch die Mafia waren keineswegs eine Seltenheit - und das erfuhren nun mittels Zeitung auch amerikanische Bürger, die noch nie in der Stadt gewesen waren.


covercity © Weles GmbH 2011In den 70er Jahren entdeckte der Milliardär Howard Hughes seine Vorliebe für die Stadt und kaufte nach und nach den Mafiabossen die großen Casinos und Hotels ab. Der Plan: Las Vegas von einer Mafia-Stadt zu einer Stadt zu machen, in der hochwertigere Unterhaltung als nur Spielautomaten und Stripshows angeboten werden und die Hotels von Chic und Eleganz zeugen. Nachdem es in Vegas jedoch zu einem Hotelbrand gekommen war, war der Ruf der Stadt bis zum Ende der 90er Jahre wieder einmal nicht der Beste. Das als "Sin City" (Sündenstadt) verschrieene Las Vegas besann sich auf andere Strategien, um das Interesse potenzieller Gäste zu erregen: Themen-Hotels wie "Circus, Circus", "Venetien" oder "Luxor" wurden gebaut, der Canale Grande, die Wolkenkratzer New Yorks (darunter das Empire State Building) und der Pariser Eifelturm entstanden. Betrachtet man die Liste der größten Hotels der Welt, wird man feststellen, dass über 90% in Las Vegas zu finden sind. Noch immer ist das Glücksspiel eine der wichtigsten Säulen der Stadt, doch darüber hinaus gibt es eine Reihe anderer Attraktionen wie das Aquarium des Mandalay Bay, einen eigenen Golfplatz im "Desert Inn", den besonderen Adrenalin-Kick im "Adventure-Dom und vor allem vielen Shows. Dabei sind nicht die Zirkus-Vorführungen im "Circus, Circus" sehenswert, vor allem die Auftritte des Cirque du Soleil, der "Blue Man Group" oder das bekannte Musical "Lion King" (König der Löwen) sind einen Besuch wert.
Ebenfalls weiterhin sehr gefragt: Hochzeiten in Las Vegas! Circa 120.000 Paare geben sich jährlich hier das Ja-Wort.